Telemedizin in der Onkologie

Telemedizin in der Onkologie

Welche Rolle spielt die Telemedizin in der Onkologie? In der aktuellen Ausgabe des Journal Onkologie beleuchten wir die Anwendungsformen der Telemedizin in der Onkologie, das Potenzial von DiGAs sowie die Rolle von value based healthcare.

Eine telemedizinische Anwendung, die gerade in den letzten beiden von der Pandemie geprägten Jahren in Deutschland viel Aufmerksamkeit erhalten hat, ist die Ferndiagnostik. Diese erfolgt beispielsweise im Rahmen von Video­sprechstunden, aber auch asynchron nach der Übermittlung von beispielsweise Bildinformationen. So können akute Erkrankungen telemedizinisch häufig schneller diagnostiziert und behandelt werden als eine fachärztliche Behandlung vor Ort stattfinden kann. Insbesondere in Gegenden mit einer geringen Dichte an Fachärztinnen und Fachärzten bietet Telemedizin so einen Versorgungsvorteil. Darüber hinaus hat die Telemedizin insbesondere bei chronischen wie onkologischen Erkrankungen viel Potenzial.

Krebserkrankungen in Deutschland

Im Jahr 2018 erkrankten fast 500.000 Menschen in Deutschland neu an Krebs. Für dieses Jahr (2022) wird ein Anstieg auf über 510.000 Krebsneuerkrankungen vorausgesagt.

Mit der Pandemie, aber zum Teil auch schon lange vorher, haben verschiedene telemedizinische Lösungsansätze Einzug in die onkologische Versorgung von Patientinnen und Patienten gehalten. In unserem Beitrag geben wir einen kurzen Überblick darüber.

Prävention und Vorsorge

Neben der frühzeitigen Diagnose und Behandlung ist gerade bei onkologischen Erkrankungen die Vorsorge wichtig, denn frühzeitig erkannt, lassen sich Erkrankungen besser therapieren. Aktuelle Auswertungen zeigen, dass die Vorsorgeangebote in den Pandemiejahren nicht im vollen Umfang genutzt wurden.  Gerade bei Krebserkrankungen spielt auch Prävention durch einen gesunden Lebensstil eine große Rolle. Unsere Lebens- und Essgewohnheiten haben Auswirkungen auf die Entstehung verschiedener Krebsarten. Leider wird dieser Einfluss oft unterschätzt.

Während einige telemedizinische Ansätze in der Onkologie, wie die Teletumorkonferenzen bereits heute etabliert sind, sind andere telemedizinisch gestützte Versorgungskonzepte noch in Projekt- und Pilotvorhaben organisiert. 

Zukünftige Rolle der Telemedizin in der Onkologie

Zukünftig können telemedizinische Leistungen, ggf. in Kombination mit digital health-Lösungen wie DiGA und ggf. neu zu schaffenden regionalen Angeboten, Prävention erleichtern, die onkologische Vorsorge unterstützen und die Versorgung onkologisch erkrankter Patientinnen und Patienten verbessern bzw. bei gleichbleibender Versorgungsqualität die Lebensqualität anheben. Die Telemedizin ist insofern auch ein möglicher Baustein in Richtung einer value-based Healthcare.

Nachzulesen auch in Journal Onkologie oder hier als Download.

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