Telemedizin und digitale Unterstützung bei Adipositas

Übergewicht beeinträchtigt nicht nur das Wohlbefinden, es ist auch ein enormes Gesundheitsrisiko für die Betroffenen. Übergewichtige Menschen, insbesondere diejenigen mit Adipositas haben häufig mit Folgeerkrankungen wie Herz-Kreislauferkrankungen oder Diabetes zu kämpfen. Von Adipositas wird gesprochen, wenn ein Mensch einen BMI von > 30 aufweist. Das Risiko für einen schwerwiegenden Covid-19-Verlauf ist bei Menschen mit Adipositas erhöht. Heute zum Welt-Adipositas-Tag informieren wir über digitale und telemedizinische Unterstützung für Menschen mit Adipositas.

Adipositas in Deutschland und der Welt

In Deutschland sind zwei Drittel der Männer (67 %) und die Hälfte der Frauen (53 %) übergewichtig. Ein Viertel der Erwachsenen (23 % der Männer und 24 % der Frauen) ist stark übergewichtig (adipös). Übergewicht und Adipositas sind Mitursache für zahlreiche Beschwerden und können die Entwicklung bestimmter chronischer Krankheiten begünstigen.

Adipositas ist ein globales Phänomen. Bereits 2,1 Milliarden Menschen weltweit sind übergewichtig, 671 Millionen davon haben Adipositas (Body-Mass-Index über 30 kg/m²). 

Digitale Unterstützung bei Adipositas

Aktuell sind zwei DiGA für die digitale Unterstützung bei Adipositas im BfArm gelistet. Beide richten sich an Menschen mit einem BMI von 30-40.

Die App Zanadio von aidhere basiert auf den S3-Leitlinien und bedient die Therapiesäulen Ernährung, Bewegung und Verhalten.

Die App Oviva von Oviva bietet in einem 12-Wochen-Programm Unterstützung bei der Gewichtsreduktion durch Mahlzeitenprotokolle etc. 

Telemedizin bei Adipositas

Telemedizinzentren bieten Programme zur systematischen Gewichtsreduktion gerade für PatientInnen mit kardiovaskulären Risikofaktoren, die von einer ärztlichen Überwachung profitieren. Diese Programme zeichnen sich durch eine Kombination aus TeleCoaching (Lifestyle: Bewegung, Stress, Ernährung, Schlaf, Medikamente) und Telemonitoring aus. 

Darüber hinaus werden von Adipositaszentren auch telemedizinische Dienste, wie zum Beispiel Videosprechstunde für Betroffene angeboten.

Bei allen Ansätzen ist es wichtig, gemeinsam mit den Betroffenen nach Ursachen zu suchen, keine Schuld zuzuweisen und gemeinsam Wege zur Veränderung zu beschreiten.

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