Telemonitoring: Vorteile bei Diabetes?
Ist Telemonitoring besonders vorteilhaft für Menschen mit 𝐃𝐢𝐚𝐛𝐞𝐭𝐞𝐬? Eine aktuelle Studie zeigt, Telemonitoring reduziert Krankenhausaufenthalte und Mortalität insbesondere bei Herzinsuffizienz-Patienten mit Diabetes.
Telemonitoring
Telemonitoring ist ein Verfahren zur Fernüberwachung von medizinischen Daten durch qualifiziertes medizinisches Personal. Dabei erfasst ein Sensor oder mehrere Sensoren, patientenseitig regelmäßig ausgewählte Parameter. Diese Daten werden dann an ein Telemedizinzentrum (TMZ) übermittelt. Das Team im TMZ überwacht diese Informationen aus der Ferne, je nach Bedarf sogar täglich, und analysiert die Daten auf Veränderungen.
Durch Telemonitoring können gesundheitliche Verschlechterungen frühzeitig erkannt werden und rechtzeitig geeignete Maßnahmen eingeleitet werden. In Folge lassen sich so Krankenhausaufenthalte vermeiden und Kosten senken.
Diabetes und Herzinsuffizienz
Diabetes und Herzinsuffizienz sind weltweit weit verbreitete chronische Erkrankungen, die zunehmend an Bedeutung gewinnen. Nach aktuellen Schätzungen leben weltweit mehr als 500 Millionen Menschen mit Diabetes. In Deutschland sind etwa 5 Millionen Menschen betroffen. Von Herzinsuffizienz, auch Herzschwäche genannt, sind weltweit etwa 64 Millionen Menschen betroffen. In Deutschland leiden etwa 4 Millionen Menschen an Herzinsuffizienz, wobei die Zahl mit zunehmender Alterung der Bevölkerung weiter steigt. Beide Erkrankungen stellen eine erhebliche Belastung für die Gesundheitssysteme dar und erfordern eine kontinuierliche medizinische Überwachung und Behandlung.
Diabetes und Herzinsuffizienz sind eng miteinander verbunden, da ein langfristig erhöhter Blutzuckerspiegel die Blutgefäße und das Herz schädigen kann. Diabetes kann somit eine Ursache für Herzinsuffizienz sein, bei der das Herz nicht mehr ausreichend Blut durch den Körper pumpt. Beide Erkrankungen erfordern eine sorgfältige Behandlung, um Komplikationen zu vermeiden und die Gesundheit der Betroffenen zu schützen.
Aktuelle Studie
Hintergrund: Die TIM-HF2-Studie hat eindrucksvoll gezeigt, dass Remote Patient Management (RPM) bei Herzinsuffizienz (HI) die Anzahl ungeplanter kardiovaskulärer Krankenhaustage und die Sterblichkeit im Vergleich zur konventionellen Versorgung signifikant reduziert.
𝐒𝐮𝐛𝐠𝐫𝐮𝐩𝐩𝐞: In einer nachträglichen Analyse wurden Patienten mit Diabetes (n=707) untersucht, die ein höheres Risiko für Krankenhausaufenthalte und Sterblichkeit haben.
𝐄𝐫𝐠𝐞𝐛𝐧𝐢𝐬: Bei den Herzinsuffizienz-Patienten mit Diabetes reduzierte das RPM die durch kardiovaskuläre Ereignisse oder Tod verlorenen Tage um 34% im Vergleich zur herkömmlichen Versorgung. Auch die Sterblichkeit sank um fast die Hälfte. Darüber hinaus wurde eine Verbesserung der Lebensqualität festgestellt.
Diese Ergebnisse unterstreichen die 𝐁𝐞𝐝𝐞𝐮𝐭𝐮𝐧𝐠 𝐮𝐧𝐝 𝐝𝐞𝐧 𝐍𝐮𝐭𝐳𝐞𝐧 𝐯𝐨𝐧 𝐓𝐞𝐥𝐞𝐦𝐞𝐝𝐢𝐳𝐢𝐧 𝐮𝐧𝐝 𝐢𝐧𝐬𝐛𝐞𝐬𝐨𝐧𝐝𝐞𝐫𝐞 𝐓𝐞𝐥𝐞𝐦𝐨𝐧𝐢𝐭𝐨𝐫𝐢𝐧𝐠 für 𝑯𝒐𝒄𝒉𝒓𝒊𝒔𝒊𝒌𝒐𝒑𝒂𝒕𝒊𝒆𝒏𝒕𝒆𝒏, wie Menschen mit Diabetes und Herzinsuffizienz. Die so verbesserte Versorgung kann also nicht nur Leben retten, sondern auch die Lebensqualität deutlich verbessern.
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