Hybride Versorgung für gesundes Altern

Hybride Versorgung für gesundes Altern

Wie können digitale Lösungen älteren Menschen helfen, länger gesund und selbstständig zu bleiben? Unter dem Fokus hybrider Versorgung für gesundes Altern liefert eine aktuelle qualitative Studie aus Kanada wertvolle Einblicke.

Hintergrund der Studie

In der Untersuchung wurden Interviews mit 8 älteren Erwachsenen und 6 Gesundheitsfachkräften geführt. Ziel war es, die Herausforderungen im Alltag älterer Menschen besser zu verstehen und Anforderungen an ein hybrides Versorgungsprogramm zu identifizieren. Im Fokus stand das Programm „PromoSanté“, das digitale und persönliche Elemente kombiniert.

Zentrale Herausforderungen im Alltag

Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass gesundes Altern von mehreren Faktoren gleichzeitig beeinflusst wird. Viele ältere Menschen erleben körperliche Einschränkungen, soziale Isolation und mentale Belastungen parallel. Zusätzlich erschweren Mobilitätsprobleme den Zugang zu bestehenden Angeboten. Diese Kombination führt dazu, dass Unterstützungsangebote oft nicht genutzt werden.

Hybride Versorgung mit PromoSanté

Das untersuchte Programm verbindet Bewegung, Ergotherapie und psychologische Unterstützung in einem integrierten Konzept. Digitale Formate ermöglichen eine flexible Teilnahme von zu Hause aus, während persönliche Treffen soziale Interaktion und Vertrauen fördern.

Die Teilnehmenden berichten von einer besseren Erreichbarkeit der Angebote, mehr Flexibilität im Alltag und einer stärkeren Unterstützung beim Erhalt ihrer Selbstständigkeit.

Erfolgsfaktoren für die Umsetzung

Die Studie zeigt konkrete Faktoren, die für die erfolgreiche Umsetzung entscheidend sind. Eine einfach bedienbare Plattform erleichtert den Zugang. Schulungen zu Beginn helfen, technische Hürden zu reduzieren. Kleine Gruppen fördern den Austausch und stärken die Motivation.

Auch aus Sicht der Fachkräfte ergeben sich Vorteile: Digitale Formate ermöglichen häufigere Kontakte, eine strukturiertere Betreuung und eine effizientere Nutzung vorhandener Ressourcen.

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass hybride Versorgungsmodelle einen wichtigen Beitrag leisten können, wenn sie konsequent an den Bedürfnissen der Nutzer ausgerichtet sind.

Mehr dazu

Koubaa N, Levasseur M, Aubertin-Leheudre M, Verchère C, Corbin C and Boissy P (2026) Attitudes and preferences of older adults and healthcare professionals regarding a multidisciplinary hybrid telehealth program for healthy aging. Front. Public Health 14:1777557. doi: 10.3389/fpubh.2026.1777557

Telemedizin-Kompetenz messen

Nach oben scrollen