Positionspapier zur Telemedizin
Telemedizin ist und wird einen wichtigen Beitrag zu unserer Gesundheitsversorgung leisten. Dennoch bestehen aktuell noch Hürden, die die Nutzung einschränken/erschweren. In seinem aktuellen Positionspapier zur Telemedizin fordert der Spitzenverband Digitale Gesundheitsversorgung mehr Tempo und klarere Rahmenbedingungen.
Der Spitzenverband Digitale Gesundheitsversorgung fordert in seinem aktuellen Positionspapier die Umsetzung relevanter (und zum Teil schon angekündigter) Maßnahmen, um die Nutzung von Telemedizin zu erleichtern:
Der Spitzenverband Digitale Gesundheitsversorgung (SVDGV) fordert:
– Gleichberechtigte Vergütung für Videosprechstunden und vor Ort Besuche.
– Aufhebung der 30%-Begrenzung für Telemedizin.
– Überregionales Budget für Telemedizin, um Kapazitäten besser zu nutzen.
– Streichung von § 9 HWG, um über telemedizinische Leistungen informieren zu können.
– Integration in die Telematikinfrastruktur für besseren Zugang und Datensicherheit.
Zum Positionspapier
Die 30% -Begrenzung wird beispielsweise auch als ein Grund für den Rückgang der Videosprechstundennutzung genannt. So hat beispielsweise TK erhoben, wie sich die Nutzung der Videosprechstunde in den vergangenen Jahren entwickelt. hat.
Erhebung der TK zur Nutzung der Videosprechstunde
In einer aktuellen Untersuchung zeigt die Techniker Krankenkasse – TK, dass die Zahl der Videosprechstunden seit ihrem Höchstwert im Jahr 2021 um 40 Prozent gesunken ist. Trotz der Vorteile und des Potenzials der Videosprechstunden zur Ergänzung der Versorgung, ist die Nutzung deutlich zurückgegangen: Im Jahr 2021 wurden noch 956.000 Videosprechstunden durchgeführt, während es im vergangenen Jahr nur noch 576.000 waren.

Diese Entwicklung verdeutlicht, dass die Coronapandemie der Digitalisierung im Gesundheitswesen und insbesondere der Telemedizin einen kurzfristigen aber dennoch sehr wichtigen Impuls gegeben hat. In der Zwischenzeit hat sich viel getan (eRezept, eAU, KI, DiGA etc.). Digitale und telemedizinische Lösungen im Gesundheitswesen bleiben also relevante Elemente unserer Gesundheitsversorgung.