Organisation der Telenachsorge von ICD-/CRT-Systemen in Kliniken

Die Erbringung ambulanter telemedizinische Leistungen durch Kliniken bedürfen der Umsetzung bestimmter organisatorischer Strukturen und Prozesse. In diesem Beitrag fassen wir kurz einige Voraussetzungen und Herausforderungen in der Praxis zusammen. Am Beispiel der Telenachsorge von ICD-/CRT-Systemen, einer ambulanten Leistung, zeigen wir:

🔹 Welche spezifischen Anforderungen an die Organisation müssen erfüllt werden?

🔹 Wie sollten wichtige Abläufe im Nachsorge-Programm gestaltet sein?

Voraussetzungen und Herausforderungen

Voraussetzungen

➕ Betreiben einer Ambulanz

➕ mind. eine Funktionsanalyse vor Ort (13575)

➕ KV-Genehmigung, Nachweis FA Innere Medizin und Kardiologie oder Kinderheilkunde mit Schwerpunkt Kinderkardiologie

➕ Erfüllung Anlage 31 BMV-Ä

➕ Erfüllung apparativer, räumlicher und organisatorischer Voraussetzungen

Herausforderungen in der Praxis

➕ Organisation: Patientinnen und Patienten erhalten spätestens am nächsten Tag eine Rückmeldung im Falle von Auffälligkeiten und innerhalb der nächsten drei Werktage eine Rückmeldung zu unauffälligen Befunden

➕ Abrechnung: rechtzeitig Überweisungsscheine erhalten oder entsprechende Vereinbarung mit der zuständigen KV treffen

➕ Einschränkungen beachten: Präsenzleistung und Telenachsorge dürfen in Summe nicht mehr als fünf Mal im Krankheitsfall abgerechnet werden (Ausnahme Strahlentherapie)

➕KV-Ermächtigung als Klinikärztin oder Klinikarzt erhalten

Die Telenachsorge von ICD-/CRT-Systemen nutzt sowohl Patientinnen und Patienten als auch den Leistungserbringern:

🔹 Patientinnen und Patienten profitieren vom Wegfall von Wege- und Wartezeiten sowie von einem hohen Sicherheitsgefühl.

🔹 Die Klinik kann ihr Präsenz-Leistungsangebot auf Patientinnen und Patienten konzentrieren, die aktuell einen tatsächlichen Bedarf haben.

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