Erfolgsfaktoren Telemedizinprogramm

4 Erfolgsfaktoren für Telemedizinprogramme in Krankenhäusern und Kliniken

Um ein Telemedizinprogramm erfolgreich anbieten zu können, muss es einen spürbaren Mehrwert für Patientinnen und Patienten haben. 

👉        Essentiell für den Programmerfolg ist die zielorientierte Auswahl der Patientinnen und Patienten – nicht alle Patientinnen und Patienten profitieren im gleichen Maße von telemedizinischen Programmen.

👉        Neben dem Mehrwert für Gesundheit spielen Komfort & Sicherheit eine Rolle. Komfort kann sich zum Beispiel durch den Wegfall von Wegen und Wartezeiten oder durch eine schnelle unmittelbare Telefon- oder Videoberatung zeigen. So ist aus der Perspektive der Patientinnen und Patienten, aber auch der Angehörigen die Sicherheit, im Bedarfsfall eine medizinische Fachkraft zu erreichen, die basierend auf einer validen Datenbasis Entscheidungen trifft oder Maßnahmen anrät, ein zentraler Motivator, an einem Telemedizinprogramm teilzunehmen.

👉        Positive Wirkung erzeugt zudem die Strukturiertheit des Versorgungsprogrammes – diese gibt einen verlässlichen Handlungs- und Kommunikationsrahmen, der motiviert und Vertrauen schafft.

Die personelle Qualifizierung der Ärztinnen und Ärzte sowie der Pflegemitarbeiterinnen und Pflegemitarbeiter ist zentral für den Erfolg eines Telemedizinprogramms. 

👉        Je nach Ausrichtungen des Programmes sind Kenntnisse zum spezifischen Krankheitsbild erforderlich.

👉        Allen Akteuren sollten die Programmziele und -prozesse bekannt sein und das Handeln und Entscheiden bedingen.

👉        Der Kontakt zu den Patientinnen und Patienten wird durch eine geschulte empathische und strukturierte Kommunikation geführt.

👉        Systematische und umfassende MPG-Einweisungen führen zu einer routinierten Nutzung von medizinischer Soft- und Hardwaresystemen.

Praxistaugliche Prozesse, die den Menschen in den Mittelpunkt stellen, ermöglichen eine effiziente Umsetzung von Telemedizinprogrammen und die Erreichung der Programmziele.

👉        Für die Entwicklung und kontinuierliche Optimierung der Prozesse ist eine Einbindung der Expertise des Pflege- und Ärzteteams sowie die Berücksichtigung der Bedarfe der Patientinnen und Patienten wichtig.

👉        Die Prozesse sollen Arbeit erleichtern. Dafür ist es erforderlich, dass Verantwortungsbereiche, Übergaben und Eskalationen klar definiert sind.

👉        Die Fachgesellschaften fokussieren in ihren Leitlinien auch auf telemedizinische Anwendungen, wie zuletzt der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) und die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG). Die eigenen Prozesse sollten sich an den Empfehlungen der Fachgesellschaften orientieren.

Schließlich braucht es noch eine optimale Unterstützung der Akteure und Prozesse durch geeignete und für den Zweck optimierte Medizin-und IT-Technik.

👉        Relevante Behandlungs- und Prozessdaten werden umfassend erfasst & adäquat präsentiert.

👉        Die Integration in bestehende Infrastruktur ist wesentlich, nur so können die durch Insellösungen entstandenen Medienbrüchen und aufwendigen Nutzungsprozesse vermieden werden.

👉        Skalierbarkeit für Steigerung der Zahl der Patientinnen und Patienten, weitere Indikationen oder für die Einbindung neuer Leistungserbringer.

Zum Aufbau eines Telmedizinprogramms.

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